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Buchempfehlungen
unserer Redaktion




Habemus Papam
Ein journalistisches Tagebuch über Sedisvakanz und Konklave 2005 von Stephan Kulle, 37, Journalist, TV-Moderator und Buchautor, Vatikanexperte bei ZDF und Phoenix.

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Einführung in das Christentum
Haben wir, wie Hans im Glück, unser Gold des Glaubens auf dem Weg verloren? Ist unsere Theologie ärmer geworden? – In diesem Standardwerk erscheint der christliche Glaube in seiner ganzen Tiefe und Weite des Katholischen.

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Demokratie in der Kirche
Im Zusammenspiel mit dem früheren bayerischen Kultusminister Hans Maier legt Joseph Ratzinger hier eine Reflexion über den Begriff „Demokratie“ vor und setzt sie in Bezug zum katholischen Verständnis von Kirche. Nach Abweisung unzulänglicher Modelle wird gezeigt, welche positiven Aufgaben dem Begriff „Demokratisierung der Kirche“ zugrunde liegen.
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Glaube, Wahrheit, Toleranz
Weltweit begegnen einander die Kulturen und Religionen. Der Austausch zwischen ihnen wird immer selbstverständlicher, ihre Rolle für den Frieden immer deutlicher. Dürfen Christen da noch sagen: "Allein Jesus ist der Grund für die Erlösung der Menschen?" Muß das Christentum seinen Wahrheitsanspruch aufgeben, um modern und tolerant sein zu können?

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Gott und die Welt
Joseph Kardinal Ratzinger, eine der prominentesten Persönlichkeiten des Weltkatholizismus, fordert in diesem Manifest einen Neuaufbruch. Ein banalisiertes Christentum, das sich dem Zeitgeist anverwandelt hat und nur noch bequem sein will, ist seine Sache nicht. Die Lehre Christi muss eine Lehre für das Leben des Einzelnen wie der Gesellschaft sein - und im Zeitalter der Globalisierung ist die Kirche nichts Gestriges, sondern wichtiger als je zuvor.
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Maria, Kirche im Ursprung
Gemeinsam mit dem Jahrhunderttheologen und geistigen Wegbegleiter Hans Urs von Balthasar zeigt Joseph Ratzinger auf, wie innig eine katholische Ekklesiologie und Mariologie aufeinander bezogen sind.
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Salz der Erde
In einem einzigartigen Dialog mit Peter Seewald nimmt Kardinal Ratzinger Stellung zu den zentralen Fragen, mit denen die Christenheit am Beginn des dritten Jahrtausends konfrontiert wird. Eine Anregung zur Unterscheidung der Geister.

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Werte in Zeiten des Umbruchs
Dieses Buch gibt das Gespräch zwischen Joseph Kardinal Ratzinger und Jürgen Habermas wieder, daß beide in 2004 in der Katholischen Akademie in München führten. Ein spannender Dialog über die Seele Europas und über das Verhältnis von Glauben und Vernunft.

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Die Vielfalt der Religionen und der Eine Bund
Kardinal Ratzinger artikuliert hier eine Vision: Juden und Christen sollen, gegenseitig versöhnt, für die Welt zu einer Kraft des Friedens werden. Zu diesem Buch sollte greifen, wer eine neue Sicht der Einheit von Altem und Neuem Testament, Israel und Kirche kennenlernen möchte.
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Welcome to Köln

"Welcome to Köln", mit diesen Worten gab Johannes Paul II. beim letzten Weltjugendtag den Ort für das nächste Glaubensfest bekannt. Und genau dort und mit genau diesen Worten heißen wir nun den demütigen Arbeiter im Weinberg Gottes willkommen, der Johannes Pauls Nachfolge angetreten hat.

Willkommen, bien venue, welcome, Benedict XVI. in der Domstadt Köln!

Willkommen dort, wo man seit jeher die Reliquien der heiligen drei Könige verehrt und aufbewahrt. 800.000 junge Leute aus 160 Ländern werden dorthin strömen, um den XX. Weltjugendtag zu begehen. Unter dem Motto "Wir sind gekommen, um IHN anzubeten" werden sie den Weg der drei Weisen aus dem Morgenland im Geiste nachvollziehen. Vom 16. bis zum 21. August werden sie miteinander feiern und diskutieren, aufeinander zugehen, gemeinsam beten und Einkehr halten.

"Die Kirche ist jung"

Wie seinem Vorgänger ist es auch Benedict wichtig, auf die Jugendlichen zuzugehen. "Wenn es Gott gefällt, werde ich mit der Jugend in Köln zum nächsten Weltjugendtag zusammentreffen", so ließ er vor versammelten Kardinälen verlauten. Am Donnerstag, dem 18. August, wird sein Flieger gegen Mittag in der Stadt aufsetzen, wo die jungen Gläubigen schon freudig auf ihn warten.

Höhepunkt des spirituellen Mega-Events ist die mit Spannung erwartete Abschlussmesse auf dem Marienfeld. Benedict XVI. wird die Predigt halten, seinen Segen sprechen und den Ort des nächsten Weltjugendtages verkünden. Wer nicht direkt dabei sein kann, der wird es am Fernseher verfolgen. Die Leute in Deutschland wollen ihren Papst sehen und erleben. Und daher sagen wir:

Willkommen Papst Benedict in der "Wir sind Papst"-Nation. Willkommen zu Hause.

Joseph Ratzinger ist Benedict XVI.

Annuntio vobis gaudium magnum;
habemus Papam:
Eminentissimum ac Reverendissimum Dominum,
Dominum Josephum Sanctae Romanae Ecclesiae Cardinalem Ratzinger qui sibi nomen imposuit
Benedictum XVI

Ja, die Nachricht von der Wahl Kardinal Ratzingers zum Papst war eine wirklich große Freude – für uns Deutsche, für die Katholiken der Welt und alle Menschen guten Willens. Mit Papst Benedikt XVI. kann die Katholische Kirche mutig und gelassen die geistigen Herausforderungen unserer Zeit annehmen.

Anmerkung der Herausgeberin:
Mit dieser kleinen Homepage wollen wir unserer Freude über die Wahl Joseph Kardinal Ratzingers zum Papst Benedikt XVI. spontanen Ausdruck geben. Sie sind herzlich eingeladen, mit Ihren Stellungnahmen, Beiträgen und Anregungen unsere Idee zu vertiefen.

Gerade viele junge Menschen zeigten herzliche Anteilnahme am Sterben von Johannes Paul II. und große Begeisterung bei der Wahl des neuen Papstes. Deswegen fragen wir uns: Kann aus dieser bruchstückhaften Homepage noch besseres und schöneres erwachsen? Wäre ein längerfristiges Internet-Forum für Menschen auf der Suche nach Sinn und Wahrheit ein lohnendes Projekt? Wir sind gespannt darauf, wie dieses Samenkorn gedeiht.

Reaktionen aus Deutschland und der Welt:

Günter Nooke MdB, 48, Kultur- und medienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Berlin

Die schnelle Wahl von Kardinal Ratzinger zum Papst ist für mich ein Jahrhundertereignis. Allein die Tatsache, dass seit der Reformation erstmals wieder ein Deutscher Papst ist, sollte uns stolz machen.

In der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik bemühen wir uns um ein positives, nicht nur auf 12 Jahre Nationalsozialismus reduziertes Deutschlandbild im Ausland. Solch eine Papstwahl mit einer Einschaltquote von Milliarden weltweit ist eine Riesenchance, die wir in Deutschland durch kleinliche Kritik an der Person Ratzinger nur gefährden können. Warum darf es hierbei nicht auch um patriotische Gefühle gehen? Da ruft der polnische Staatspräsident den Deutschen Bundespräsidenten an und gratuliert ihm zur Wahl eines deutschen Papstes. Für mich wirken die Nachbarn da viel natürlicher und unverkrampfter als die Deutschen.

Und im Übrigen bin ich sowieso mit dem Physiker Werner Heisenberg der Meinung: Nur ein wirklicher Konservativer kann ein wirklicher Revolutionär sein.

Prof. DDr. Markus Enders, 40, Ordinarius für christliche Religionsphilosophie an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg im Breisgau

Über die Wahl Joseph Kardinal Ratzingers zum neuen Papst habe ich mich ehrlich und spontan gefreut. Denn ich bin davon überzeugt, dass Benedikt XVI. sein Amt in einer uneigennützigen, ganz auf das Wohl der Kirche, das aber heisst: Auf den Willen Gottes ausgerichteten Weise führen und dabei jene Gabe der klarsichtigen und feinsinnigen Unterscheidung der Geister bewahren und vervollkommnen wird, die ihm schon lange zu eigen ist und nach der Überzeugung einer offensichtlich überwältigenden Mehrheit der Kardinäle im Konklave für sein neues Amt prädestiniert. Zugleich möchte ich meiner Hoffnung und Zuversicht Ausdruck verleihen, dass Benedikt XVI. in seiner neuen Aufgabe auch jene Charismen entfalten wird, die neben einer selbstlosen Dienstbereitschaft und einem klaren Unterscheidungsvermögen in Fragen des christlichen Glaubens und Lebens einen Oberhirten der gesamten Christenheit auszeichnen sollten: Das Charisma einer spürbar warmherzigen Liebe nicht nur zu allem Christlichen, sondern auch zu allem Menschlichen, besonders zu den Leidenden, ja zu allem Geschaffenen überhaupt; und nicht zuletzt das Charisma einer stets vergebungsbereiten Güte, einer göttlichen Barmherzigkeit.

Barbara Spies, 51 Jahre, Studiendirektorin in Buxtehude

Die erste Überraschung wurde schnell von vorsichtiger Freude abgelöst. Ein Kollege drückte es so aus: Ein Papst aus Deutschland bedeutet für das Land mehr als ein Sitz im Weltsicherheitsrat!
Erfreulich war, wie gelöst und heiter Benedikt XVI. sein Amt begann. Besonders die deutlichen hervorgehobenen Punkte Frieden, interreligiöser Dialog, Europa, Kollegialität und Ökumene klingen vielversprechend.

Vielleicht bewirkt der "Run" gerade auf die jüngsten Bücher des ehemaligen Kurienkardinals auch, dass seine eigenen Worte und Gedanken zur Kenntnis genommen werden und so das gerade in seinem Heimatland entstandene falsche Bild dieses herausragenden Theologen korrigiert wird. Als Protestantin hoffe ich, dass die verständlichen und wichtigen Bestrebungen zur Ökumene mit der Orthodoxie die Zusammenarbeit mit den Kirchen der Reformation nicht in den Hintergrund treten lassen.

Brigitte Neumann, 43 Jahre, Diplom-Ökotrophologin, Uttenreuth

Auf dem Rückflug aus dem islamischen Afghanistan ins christliche Abendland sah ich gerade noch den Hinweis für alle moslemischen Beter, in welcher Richtung Mekka liegt und las kurz darauf auf demselben Bildschirm, dass aus dem Vatikan weißer Rauch aufgestiegen und Kardinal Joseph Ratzinger zum neuen Papst Benedikt XVI gewählt worden sei. Der katholische Österreicher zur Rechten war hocherfreut. Der protestantische Berliner zur Linken teilte eher meine Skepsis bezüglich des bisher als sehr konservativ geltenden Kardinals.

Meine Hoffnung als evangelische Christin ist, dass die römisch-katholische Kirche an den lebensbejahenden christlichen Werten festhalten und gleichzeitig nicht aufhören wird, Dialoge zu suchen, die etwas von der Freiheit über den Wolken haben und aus denen heraus gute Veränderungen geschehen können. Die Zuversicht, dass das gelingen kann, schöpfe ich aus den ersten öffentlichen Äußerungen von Papst Benedikt XVI – und einfach aus dem Glauben, dass der Mensch denkt und Gott lenkt.

Georg Sobczak, 26 Jahre, BWL-Student der Humboldt Universität zu Berlin

Die Wahl des neuen Papstes Benedikt XVI war für mich - trotz meiner Nichtreligiösität - in dreifacher Hinsicht von Bedeutung.
Erstens verband ich mit der Bezeichnung Papst stets den Namen Johannes Paul II., denn dieser wurde kurz vor meiner Geburt zum Oberhaupt der Kirche gekrönt und prägte sich mir in diesem Sinne stark ein.
Zweitens waren die mediale Präsenz des Todes des Alten und die Wahl des neuen Papstes so enorm, dass ich mir zwangsläufig selbst die Frage stellen musste, was Glaube an einen Gott in einem Menschen bewirkt und wozu dieser ihn befähigen kann.
Und die für mich wichtigste Bedeutung der Person von Benedikt XVI. besteht in der Tatsache, dass er Deutscher ist. Er kann somit, und ich hoffe, er wird auch, positiv für unser Land werben und vielleicht schafft er es sogar die „Herzlichkeit“ in das stereotype Bild über die Deutschen einzugliedern.

Dr. Mathias Behrens, 39, Theologe und Jungunternehmer, Kassel

Der neue Papst Benedikt XVI.ist nicht konservativ, sondern er versucht, mit seinem Leben und seiner Lehre aus der Fülle der Tradition den Glauben an Jesus Christus für die Gegenwart und Zukunft auszulegen. Er bezeugt: wir glauben an eine PERSON als Offenbarung Gottes, nicht an Lehrsätze - die sollen nur den Blick auf den wahren Gott lenken. Hier greifen die politischen Kategorien von konservativ und progressiv zu kurz.